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Arbeitstreffen August

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Auch bei unserem vierten Arbeitstreffen am 28. August 2008 im Seminarhotel in Woltersdorf „rauchten“ wieder die Köpfe der am Projekt „PräKoNet“ beteiligten Wissenschaftler. Vor allem um unser Interventionsvorgehen in den ITK –Unternehmen sowohl wissenschaftlich solide als auch praktisch machbar und zum Nutzen der Unternehmen zu gestalten. Zugleich war es für uns erfreulich und motivierend, nunmehr auch die ersten Ergebnisse unserer Projektarbeit auswerten und besprechen zu können.

Zu unserem ersten Schwerpunkt:
Der erste große Analyseschritt – die Diagnose der Präventionsreife (mittels CATI-Befragungen) in mehr als 500 Unternehmen der ITK-Branche – ist geschafft. Das Team der Abteilung Medizinische Soziologie des Instituts für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Sozialhygiene der Uni Köln (Teilprojekt „PräDiag“) legte dazu erste Trendaussagen vor. Diese sind, das kann man jetzt schon sagen, sehr interessant und aufschlussreich und machen uns auf die detaillierte Auswertung der vielen erhobenen Daten neugierig.

Die telefonische Befragung, die durch die INFO GmbH auf Basis der gemeinsam mit den Wissenschaftlern erarbeiteten Fragebögen mit mehr als 500 Vertretern der Geschäftsführungen und etwa 100 Betriebsräten durchgeführt wurde, ist damit abgeschlossen. Die Befragung der Führungskräfte und Betriebsräte diente sowohl der Erhebung des Präventionswillens als auch der innerhalb der Unternehmen ausgestalteten Infrastruktur für betriebliche Gesundheitsförderung.

Die Fülle der vorliegenden Daten bedarf nun einer umfassenden Auswertung durch das PräDiag-Team. Hierbei geht es vorrangig um die Einteilung der Unternehmen in ihre Stufe der Präventionsreife. Dabei werden die im Rahmen der Unternehmensbefragung entwickelten Instrumente zur Erfassung des Präventionswillens und der Präventionsinfrastruktur herangezogen und die Daten auf Basis anerkannter statistischer Analyseverfahren ausgewertet.

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Mit Freuden blicken wir dem Meilensteintreffen unseres Projektes am 17.11.2008 in Berlin entgegen. Dort sollen die wissenschaftlich fundiert ausgewerteten und für Theorie und Praxis interpretierten Ergebnisse der Unternehmensbefragung zur Präventionsreife erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert werden. Außerdem ist – mit den sicherlich wieder zahlreichen Teilnehmern aus Wissenschaft und Praxis – ein feedbackorientierter Dialog geplant, anhand dessen die vorgestellten Ergebnisse erörtert und schließlich zu Schlussfolgerungen für die verschiedenen Valuepartner geführt werden.

Eine zweiter Schwerpunkt unseres Arbeitstreffens war die Gestaltung des Fragebogens zur bevorstehenden Online-Befragung der Mitarbeiter in den sechs ITK-Unternehmen, mit denen an der Erhöhung der Präventionsreife und der Reduzierung von zentralen Stressfaktoren gearbeitet werden soll.

Die Mitarbeiterbefragung hat zum Ziel, die Wahrnehmung der Arbeitsbelastung durch die Mitarbeiter und deren Beanspruchungserleben in den ITK-Unternehmen, vor allem unter dem Aspekt der psychischen Beanspruchung, zu erfassen.

Auf dem Arbeitstreffen standen deshalb vorrangig die Auswahl der Indikatoren und die Konstruktion des Vorgehens bei der Befragung im Mittelpunkt unserer Beratung. Dabei wurde der Themenkomplex sowohl aus Sicht der angestrebten wissenschaftlichen Evidenz der Ergebnisse als auch der Praktikabilität hinsichtlich des Verständnisses der Befragten und des daraus zu erwartenden Nutzens betrachtet.

Nicht zuletzt hatten wir dabei auch die Ziele und Vorgehensweisen der Interventionen in den Unternehmen zu berücksichtigen, um aus der Auswertung der Online-Befragung der Mitarbeiter auch die richtigen Schlüsse für die Organisations- und Personalentwicklung zur Weiterentwicklung der Präventionsreife und der Reduzierung relevanter Stressoren durch unser Interventionsvorgehen zu ziehen.

Der dritte Schwerpunkt des Arbeitstreffens widmete sich der Erarbeitung eines Konsens zum Vorgehen bei den Interventionen in den sechs ITK-Unternehmen unterschiedlicher Präventionsreife. Auch hierbei war das Finden einer Balance zwischen wissenschaftlich fundiertem Herangehen aus arbeitswissenschaftlicher, soziologischer und ökonomischer Sicht und der praktischen Machbarkeit in den ITK-Unternehmen eine schwierige Herausforderung. Unter Beachtung kapazitativer Grenzen sind die zu realisierenden Interventionen in der Form auszugestalten, dass einerseits die Evaluation ihrer Wirksamkeit wie auch deren ökonomische Bewertung möglich wird. In einem konsensorientierten Dialog konnten wir im Ergebnis diese Balance für das Vorgehen bei den Gestaltungsmaßnahmen finden. Das Konzept der Interventionen werden wir den Teilnehmern beim ersten Meilensteintreffen vorstellen sowie Hinweise und Vorschläge dazu gerne entgegennehmen.

Das Projekt PräKoNet ist und bleibt spannend!

Doch vor lauter Ergebnis-Fokussierung möchten wir nicht betriebsblind werden, sondern weiterhin Augen und Ohren offen halten dafür, was sonst noch in der „Gesundheits- und Präventionswelt“ und vor allem in den vom BMBF geförderten Präventionsprojekten passiert.  So sprachen wir u.a. über kommende Tagungen, Konferenzen, Veranstaltungen und viele weitere interessante Termine, die auf die PräKoNeT-To-Do-Liste gehören.

Wir einigten uns darauf, wer an welchen Veranstaltungen im Interesse des Projektes teilnimmt und verständigten uns auf eine entsprechende Kommunikation des dabei gewonnenen Wissens, der Erfahrungen, die wir sammeln konnten und wie wir unsere Kontaktpflege zu anderen Projekten und „Machern“ noch weiter vertiefen können.

Der Terminkalender der nächsten Monate wurde gefüllt und damit verbunden auch unser Anliegen, diesen auch außerhalb des Teams mit Dritten zu teilen. So kann der Kalender online auf unserer Website verfolgt werden, um zu sehen, wann es für das PräKoNet-Team wieder heißt „on the road again“ bzw. PräKoNet unterwegs....